Schweißgeruch

Schweißgeruch

„Schweiß stinkt!“ – das ist ein sehr verbreiteter Irrtum. Denn der frisch gebildete Schweiß ist zunächst nahezu geruchsfrei.
Es gibt nur eine Ausnahme in unserem Leben, in der selbst frischer Schweiß stärker riechen kann: die Pubertät. Da sich die apokrinen Schweißdrüsen, also Duftdrüsen,  erst in dieser Zeit bilden und mit der Produktion von „Duft-Sekret“ beginnen, riecht bereits ganz frischer Schweiß. Das starke Schwitzen in der Pubertät und der damit verbundene Schweißgeruch sind durch verschiedene hormonelle Veränderungen in dem jungen Organismus bedingt und verschwinden meistens nach dieser turbulenten Umstellungsphase.

Wie entsteht Schweißgeruch?

Der charakteristische Körpergeruch in allen anderen Lebensphasen entsteht erst durch die Einwirkung von Hautbakterien auf den Schweiß. Einen starken Einfluss auf unseren Schweiß- und Körpergeruch haben die bakterielle Flora auf der Haut, die Ernährung und eventuelle Krankheiten. Die idealen Lebensbedingungen finden die für den typischen Schweißgeruch verantwortlichen Bakterien vor allem in feuchten, warmen Körperbereichen wie in den Achselhöhlen oder an den Füßen.

Familiengeruch

Der spezifische Eigengeruch eines Menschen ist in unseren Genen vorprogrammiert und soll der Selbst-Fremd-Erkennung dienen. Verschiedene Untersuchungen haben bei Mitgliedern einer Familie einen ähnlichen Geruch (Familiengeruch) festgestellt. So können z. B. eineiige Zwillinge auch von eigens hierfür abgerichteten Tieren nicht an ihrem Geruch unterschieden werden. Nach Organtransplantation bei einem Zwilling ist dies dann jedoch kein Problem für die vierbeinigen „Geruchsexperten“.

Der Duft von Männern und Frauen

Für den individuellen Geruch des Menschen ist die Art der Hautbakterien ausschlaggebend. Grundsätzlich wird je nach Ausprägung und Entstehung des Schweißgeruchs zwischen zwei Grundtypen unterschieden:

  • Schwächerer, „sauerer“ Körpergeruch findet sich vorwiegend bei Frauen und wird primär durch sogenannte Mikrokokken verursacht. Diese Bakterien besiedeln die Hautoberfläche aller gesunden Menschen in großen Mengen.
  • Der „stechende, beißende“ Schweißgeruch kommt dagegen eher bei den Männern vor und wird durch eine andere Gruppe von Bakterien verursacht – den sogenannten lipophilen Diphteroiden.

Schweißgeruch bei der Partnerwahl

Schweißgeruch ist aber keineswegs nur unangenehm. Wissenschaftler haben festgestellt, dass der Körperduft eines Menschen auf das andere Geschlecht durchaus anziehend wirken kann. Bei der Zersetzung des männlichen Schweißes entstehen Pheromone, also sexuell motivierte Lockstoffe, die offensichtlich auf Frauen attraktiv wirken und bei der Partnerwahl eine bestimmte Rolle spielen. Am Duft eines Mannes „erkennt“ die Frau, ob sein Immunsystem ausreichend stark von ihrem eigenen abweicht, um besonders widerstandsfähige Nachkommen zu zeugen.

Was hilft gegen Schweißgeruch

Beim Schweißgeruch gilt die Regel: „Reduziere das Schwitzen, dann geht auch der Schweißgeruch zurück“. Also können alle Tipps gegen Schwitzen auch für Reduzierung des Körpergeruchs angewendet werden:

  • Entfernen der Achselhaare, die den Bakterien ideale Lebensbedingungen bieten
  • Ein zu Ihrem Schwitzverhalten passendes Antitranspirant oder Deo benutzen
  • Richtige Kleidungsauswahl aus Naturfasern begünstigt eine gute Luftzirkulation in der Kleidung
  • Bewusste Ernährung ist nicht nur gesund, sie kann die Schweißbildung und somit auch den Schweißgeruch regulieren
  • Da für den Schweißgeruch die Hautbakterien verantwortlich sind, ist die Verwendung einer antiseptischen Seife besonders empfehlenswert.
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Schweißgeruch
Schweißgeruch

„Schweiß stinkt!“ – das ist ein sehr verbreiteter Irrtum. Denn der frisch gebildete Schweiß ist zunächst nahezu geruchsfrei.
Es gibt nur eine Ausnahme in unserem Leben, in der selbst frischer Schweiß stärker riechen kann: die Pubertät. Da sich die apokrinen Schweißdrüsen, also Duftdrüsen,  erst in dieser Zeit bilden und mit der Produktion von „Duft-Sekret“ beginnen, riecht bereits ganz frischer Schweiß. Das starke Schwitzen in der Pubertät und der damit verbundene Schweißgeruch sind durch verschiedene hormonelle Veränderungen in dem jungen Organismus bedingt und verschwinden meistens nach dieser turbulenten Umstellungsphase.

Wie entsteht Schweißgeruch?

Der charakteristische Körpergeruch in allen anderen Lebensphasen entsteht erst durch die Einwirkung von Hautbakterien auf den Schweiß. Einen starken Einfluss auf unseren Schweiß- und Körpergeruch haben die bakterielle Flora auf der Haut, die Ernährung und eventuelle Krankheiten. Die idealen Lebensbedingungen finden die für den typischen Schweißgeruch verantwortlichen Bakterien vor allem in feuchten, warmen Körperbereichen wie in den Achselhöhlen oder an den Füßen.

Familiengeruch

Der spezifische Eigengeruch eines Menschen ist in unseren Genen vorprogrammiert und soll der Selbst-Fremd-Erkennung dienen. Verschiedene Untersuchungen haben bei Mitgliedern einer Familie einen ähnlichen Geruch (Familiengeruch) festgestellt. So können z. B. eineiige Zwillinge auch von eigens hierfür abgerichteten Tieren nicht an ihrem Geruch unterschieden werden. Nach Organtransplantation bei einem Zwilling ist dies dann jedoch kein Problem für die vierbeinigen „Geruchsexperten“.

Der Duft von Männern und Frauen

Für den individuellen Geruch des Menschen ist die Art der Hautbakterien ausschlaggebend. Grundsätzlich wird je nach Ausprägung und Entstehung des Schweißgeruchs zwischen zwei Grundtypen unterschieden:

  • Schwächerer, „sauerer“ Körpergeruch findet sich vorwiegend bei Frauen und wird primär durch sogenannte Mikrokokken verursacht. Diese Bakterien besiedeln die Hautoberfläche aller gesunden Menschen in großen Mengen.
  • Der „stechende, beißende“ Schweißgeruch kommt dagegen eher bei den Männern vor und wird durch eine andere Gruppe von Bakterien verursacht – den sogenannten lipophilen Diphteroiden.

Schweißgeruch bei der Partnerwahl

Schweißgeruch ist aber keineswegs nur unangenehm. Wissenschaftler haben festgestellt, dass der Körperduft eines Menschen auf das andere Geschlecht durchaus anziehend wirken kann. Bei der Zersetzung des männlichen Schweißes entstehen Pheromone, also sexuell motivierte Lockstoffe, die offensichtlich auf Frauen attraktiv wirken und bei der Partnerwahl eine bestimmte Rolle spielen. Am Duft eines Mannes „erkennt“ die Frau, ob sein Immunsystem ausreichend stark von ihrem eigenen abweicht, um besonders widerstandsfähige Nachkommen zu zeugen.

Was hilft gegen Schweißgeruch

Beim Schweißgeruch gilt die Regel: „Reduziere das Schwitzen, dann geht auch der Schweißgeruch zurück“. Also können alle Tipps gegen Schwitzen auch für Reduzierung des Körpergeruchs angewendet werden:

  • Entfernen der Achselhaare, die den Bakterien ideale Lebensbedingungen bieten
  • Ein zu Ihrem Schwitzverhalten passendes Antitranspirant oder Deo benutzen
  • Richtige Kleidungsauswahl aus Naturfasern begünstigt eine gute Luftzirkulation in der Kleidung
  • Bewusste Ernährung ist nicht nur gesund, sie kann die Schweißbildung und somit auch den Schweißgeruch regulieren
  • Da für den Schweißgeruch die Hautbakterien verantwortlich sind, ist die Verwendung einer antiseptischen Seife besonders empfehlenswert.
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