Hyperhidrose - wenn das Schwitzen zur Krankheit wird...
- Krankhaftes Schwitzen (Hyperhidrose)
- Starkes Schwitzen in den Achseln (axilläre Hyperhidrose)
- Behandlungsmethoden beim übermäßigen Schwitzen in den Achselhölen
- Links zum Thema Hyperhidrose
Bitte beachten Sie: Die Achselpads und das Antitranspirant von L'axelle sind keine medizinischen Produkte und nicht geeignet, krankhafte Erscheinungen des Schwitzens zu therapieren.
Bei unseren Achselpads geht es eher um die Bekämpfung der Folgen bei einer starken Transpiration: Schweißflecken unter den Achseln und Schweißgeruch.
Das L'axelle Antitranspirant reguliert das Schwitzen, indem die Schweißdrüsen in der Achsel durch den Wirkstoff Alluminumchlorid verengt werden. Die 10%ige Konsentration des Wirkstoffs ist deutlich höher im Vergleich zu den handelsüblichen Antitranspirantien. Allerdings ist das L'axelle Antitranspirant auch schwächer als die Preparate, die vom Hautarzt zu der Behandlung der Hyperhidrose verschrieben werden.
Wir haben alle Informationen nach bestem Wissen zusammengetragen und hoffen damit gewisse Vorurteile aus dem Weg zu räumen und den Betroffenen zu helfen.
Krankhaftes Schwitzen (Hyperhidrose)
Wann sprechen wir von übermäßigem, krankhaftem Schwitzen? Bei der Hyperhidrose (auch Hyperhidrosis: griechisch hyper = zuviel, hidros = Wasser) überschreitet die Schweißproduktion das für die Wärmeregulation notwendige Maß. Ein starkes oder sogar extremes Schwitzen bei körperlicher Tätigkeit oder Hitze ist keine Hyperhidrose, solange die Wärmeregulation sonst geregelt abläuft. Die Abgrenzung zwischen physiologischen und krankhaften Schwitzen ist allerdings fließend und sehr subjektiv, da die Schweißabgabe individuell unterschiedlich ist. Betroffene merken meist sehr schnell, dass sie an einer übermäßigen Schweißproduktion leiden. Denn sie schwitzen in solchen Situationen, die eigentlich überhaupt keinen erkennbaren Anlass zu Schweißausbrüchen haben: Unabhängig von den hohen Temperaturen und körperlichen Aktivitäten entstehen riesige Schweißflecken an der Kleidung oder man hat permanent schweißnasse Hände, oder der Schweiß rinnt am Gesicht, obwohl man ruhig am Arbeitstisch sitzt. Generell sollte ein Hautarzt aufgesucht werden, wenn das Schwitzen als sehr störend und unangenehm empfunden wird und wenn man sich unwohl fühlt.
Primäre und sekundäre Hyperhidrose
Je nach Körperregionen, in denen Betroffene besonders stark schwitzen, unterscheidet man zwischen einer generalisierten Hyperhidrose (starkes Schwitzen an großflächigen Körperstellen oder sogar am ganzen Körper) oder einer lokalisierten Hyperhidrose (übermäßige Transpiration an einzelnen Körperstellen wie z.B. in Achseln, an Händen und/oder Füßen, am Gesicht).
Hyperhidrose kann als Begleiterscheinung einer Krankheit (sekundäre Hyperhidrose) auftreten oder ohne erkennbaren Grund (primäre Hyperhidrose) entstehen.
Bei der sekundären Hyperhidrose wird die erhöhte Schweißbildung durch eine andere Erkrankung (z.B. Schilddrüsenüberfunktion, Fettsucht, Herzschwäche etc.) verursacht. Ein Großteil der Betroffenen schwitzt dabei am ganzen Körper, leidet also unter der generalisierten Hyperhidrose.
Die genaue Ursache der primären Hyperhidrose ist bis jetzt nicht bekannt. Dabei geht es hier um eine weit häufigere Form als die sekundäre Hyperhidrose. Meistens tritt sie mit Beginn der Pubertät auf und hält das ganze Leben lang. Als Auslöser des übermäßigen Schwitzens gelten neben leichter körperlicher Aktivität bzw. erhöhte Außentemperatur besonders Nervosität und Stress, ohne dass dabei eine psychische Störung vorliegt.
Ca. 3% der Weltbevölkerung leidet an Hyperhidrose
Verlässliche Daten über die Häufigkeit der Hyperhidrose existieren bisher nicht: die Zahlen liegen bei 1 % in Deutschland und rund 3% der Weltbevölkerung. Die Dunkelziffer dürfte viel höher sein, da viele Betroffene sich nicht „outen“ wollen.
Hyperhidrose bedeutet für den Betroffenen ein außergewöhnliches soziales Handicap. Die moderne Gesellschaft akzeptiert Schwitzen nur bei Aktivitäten wie Sauna oder Sport. Wer in anderen Situationen übermäßig stark transpiriert, wird all zu schnell als Angsthase, Schwächling oder gar als unhygienischer Mensch abgestempelt. Im Umgang mit anderen Menschen erweckt der Schwitzkranke den Eindruck von Unsicherheit und Nervosität. Viele Berufe sind mit einem starken Schwitzen nicht so einfach auszuüben: Friseure, Flugbegleiter, Bahnangestellte, Krankenhaus- bzw. Pflegepersonal und viele mehr.
Die Probleme liegen bei der Hyperhidrose einerseits in der Menge des abgesonderten Schweißes, andererseits im Schweißgeruch. Beide Erscheinungen sind unangenehm sowohl für den Betroffenen als auch für sein Umfeld. Die Folge ist, dass dem Hyperhidrotiker der Kontakt zu anderen Menschen schwer fällt. Der unter dem starken Schwitzen leidende Mensch fühlt sich oft körperlich benachteiligt, wertlos und in manchen Situationen sogar entwürdigt. Der durch die Hyperhidrose ausgelöste Leidensdruck verstärkt wiederum das Schwitzen. Der Teufelskreis aus Angst und Schwitzen beginnt.
Daraus oftmals resultierende Minderwertigkeitskomplexe führen in der Regel in die Einsamkeit und Depression. Zitat einer an Hyperhidrose leidenden Frau: „Mein ganzes Leben wäre anders verlaufen, wenn ich nicht schon in meiner Jugend so furchtbar geschwitzt hätte“. 
Starkes Schwitzen in den Achseln (axilläre Hyperhidrose)
Das Ausmaß der axillären Hyperhidrose kann man schon an der Größe der Schweißflecken in Hemd oder Bluse erkennen. Aus Sicht des Arztes sind Flecken bis Handtellergröße normal. In extremen Fällen rinnt der Achselschweiß am Körper herunter und durchnässt die Kleidung. Die Angst, das Schwitzen nicht kontrollieren zu können, verstärkt die Transpiration noch mehr. Diese für jedermann sichtbaren Folgen der axillären Hyperhidrose beeinträchtigen die Lebensqualität der Betroffenen gewaltig. Es gibt jedoch verschiedene Möglichkeiten, diese unangenehmen Schweißfleckem zu vermeiden:
Behandlungsmethoden beim übermäßigen Schwitzen in den Achselhöhlen
1. Antitranspirant
Bei mäßiger bis übermäßiger Schweißbildung wird häufig eine 10 – 30 – prozentige Aluminiumchloridlösung eingesetzt, die von einem Hautarzt verschrieben wird. Das Aluminiumchlorid ist auch in den meisten Antitranspiranten erhalten. Die Haut wird zunächst jeden Abend, dann zwei- bis dreimal die Woche damit behandelt. Das Aluminiumchlorid verengt die Schweißdrüsen und vermindert somit die Transpiration. Die Erfolgsquote, dass die Schweißbildung deutlich reduziert wird, liegt bei über 90 Prozent. Allerdings kann der Wirkstoff zu Hautreizungen führen, also sollte man bei Antitranspiranten vor allem auf die Hautverträglichkeit achten.
Das L'axelle Antitranspirant enthält 10%ige Konzentration des Wirkstoffs Alluminumchlorid. Dabei enthält es keine hautreizende Inhaltsstoffe wie Alkohol, Parfüm und Konservierungsstoffe und ist deshalb besonders hautverträglich.
2. Botulinumtoxin A (Botox)
Die Injektion des Nervengiftes Botolinumtoxin A reduziert die Schweißdrüsenaktivität. Das Nervengift wird vor allem in der kosmetischen Behandlung von Falten angewendet. Botox wird unter die Haut in den Achseln (40 bis 50 Punkte) gespritzt. Die Wirkung beginnt ca. 3 Tage nach dem Einspritzen und hält 3 bis 6 Monate. Über 90 Prozent der behandelten Personen schwitzen deutlich weniger. Nachteilig sind die hohen Kosten der Therapie, die von den Krankenkassen nicht übernommen werden, die zeitlich begrenzte Wirkung des Nervengiftes, sowie die noch völlig unerforschte Langzeitwirkung von Botox.
3. Operation
Haben alternative Therapien nicht geholfen, dann wird in seltenen Fällen eine Operation als eine radikale Methode gegen starkes Schwitzen vom Arzt empfohlen. In einigen deutschen Kliniken können die Schweißdrüsen unter den Armen operativ durch Abschaben oder Absaugung entfernt werden. Diese Methode ist jedoch umstritten, da das Schwitzen möglicherweise an anderen Stellen anschließend verstärkt auftritt (kompensatorisches Schwitzen). Die hohen Kosten einer Operation müssen meistens von den Patienten getragen werden. 
Achselpads sind keine medizinischen Produkte und keine wirkliche Behandlung einer Hyperhidrose. Hier geht es nicht um die Bekämpfung der Ursache des starken Schwitzens sondern vielmehr um dessen Folgen: unappetitliche Schweißflecken unter den Achseln und Schweißgeruch. Der absolute Vorteil dieser Methode gegenüber den anderen ist, dass man in die körperliche Funktionalität - nämlich das Schwitzen - nicht eingreift. Die Pads verschaffen sofort eine Abhilfe: keine sichtbaren Schweißflecken. Alle anderen Behandlungen beginnen erst nach einigen Tagen bzw. Wochen zu wirken. Für den Kauf von Achselpads brauchen Sie kein Rezept vom Arzt und deren Verwendung ist auch in Kombination mit Deos oder Antitranspiranten möglich.
In der Rubrik "Alles über Schwitzen" finden Sie weitere Tipps gegen starkes Schwitzen.
Links zum Thema Hyperhidrose
www.hyperhidrose-hilfe.de: Treffpunkt für Hyperhidrose-Betroffene und Vielschwitzer
www.transpiration.de: Infoseite zum Thema Hyperhidrose (hier können Sie u.a. ein kostenloses eBook "Hilfe, ich schwitze!" herunterladen"
www.schwitzen.org: Infoseite zum Thema "übermäßiges Schwitzen", u.a. Artikel, Ratschläge, Kontaktdaten von spezialisierten Ärzten
www.hh-forum.de: deutschsprachiges Forum zum Gedanken- und Informationsaustausch für Menschen mit Hyperhidrose
www.sweathelp.org: International Hyperhidrosis Society (deutsch) 


